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100 Jahre Flack und Schwier ? Die Firma Flack und Schwier GmbH gibt es erst seit 1997. Doch die beiden Gesellschafterfirmen, die Firma Ernst Flack aus Radebeul und die Firma Hermann Schwier aus Dresden, blicken jede für sich allein bereits auf eine mehrere Jahrzehnte lange Firmentradition zurück. Ernst Flack seit 1903 in Radebeul
Ernst Flack begann 1903 mit dem Verkauf von Obst und Gemüse vor den ehemaligen Betrieben von Maddaus zuerst mit Lastenfahrrad, dann mit einem Tafelwagen, ab 1910 mit einem Pferdefuhrwerk. In den 30er Jahren kam der erste Lkw dazu.
Das Geschäft und der Großhandel befanden sich auf der damaligen Grundstraße, der heutigen Lößnitzgrundstraße. Schon bald wurde das Grundstück zu klein und 1937 ein weiteres auf der Hoflößnitzstraße von den Bauherren Ziller dazu gekauft. Dort wurde 1938 ein Bürogebäude und mehrere Lagerhallen erbaut. Heute befindet sich dort der GetränkeHof Flack und das Wohnhaus der Familien Hecker und Zach.
Während des 2. Weltkrieges wurde das Sortiment um Kohle, Kartoffeln und Christbäume erweitert. Nach dem Tod von Ernst Flack im Jahre 1948 übernahmen die Söhne Max und Walther Flack das Geschäft. Das Einzelunternehmen wurde in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt.
In den 60er Jahren wurden Obst- und Gemüsekonserven, sowie Säfte und Sohland Getränke (heute Oppacher Orangenperle) ins Sortiment aufgenommen.
Im Jahr 1971, bei der Verstaatlichung aller größeren Privatbetriebe in der ehemaligen DDR, mussten 20% Staatsanteil abgegeben werden.
Nach dem Tod von Max und Walther Flack gingen, nach der damaligen Gesetzgebung, deren Anteile an der Firma automatisch an den Staat über.
Der Neffe der Brüder Flack, Herr Klaus Hecker, übernahm nach deren plötzlichen Tod 1972 als Komplementär die Geschäftsführung der Ernst Flack KG mit einer staatlichen Beteiligung von 80%.
So ins kalte Wasser geworfen, lernte er bald schwimmen. Er arbeitete bereits seit 1961 als Kraftfahrer bei seinen Onkels, hatte aber mit der Geschäftsführung bisher nichts zu tun. Als gelernter Elektriker musste er nun in der Abendschule seinen Abschluss als Handelskaufmann nachholen.
Dank seines Durchhaltevermögens war der Fortbestand der Firma auch zu schwierigsten DDR Zeiten gesichert. Das Leben eines Unternehmers im Sozialismus litt täglich unter neuen Repressalien: keine Kredite, wenig Ware und diese nur auf Zuteilung; das war nur die Spitze des Eisberges. Aber auch diese Hürden wurden gemeinsam mit der Familie und den Mitarbeitern genommen.
Nach der Wende konnte aufgeatmet und an eine Reprivatisierung gedacht werden. Noch im Jahre 1990 wurde die staatliche Beteiligung zurückgezahlt.
Die Flexibilität der Firmenleitung vereinfachte die Anpassung an die Marktwirtschaft und half über so manche Neustartprobleme hinweg. Im Zuge der erneuten Expansion als Getränkfachgroßhandel wurden die alten Lager auf der Hoflößnitzstraße schon bald zu klein und so kaufte die Gesellschaft ein ehemaliges LPG Gelände auf der Niederwarthaer Straße in Radebeul.
Die dort vorhandenen Bullenställe wurden umgebaut und modernisiert, ein großzügiges Logistikzentrum entstand. Im Oktober 1991 zog die Firma dorthin um.
In dieser Zeit teilte sich die Geschäftsführung. Klaus Hecker leitete nun den technischen Bereich, seine Tochter Birgit den kaufmännischen. Viel musste neu gelernt werden der Umgang mit Computern, neuen LKWs, neuen Gabelstapler, neuen Sortimenten und manchmal nicht zahlenden Kunden.
1996 übertrug Herr Hecker die Geschäftsführung seiner Tochter Birgit, die seit 1992 mit Herrn Olaf Zach einem Enkel von Hermann Schwier zusammenlebte. Hermann Schwier seit 1933 in Dresden
Hermann Schwier gründete seinen Großhandel 1933 in der Großmarkthalle Dresden.
Er handelte mit Lebensmitteln und Südfrüchten. Nach dem 2. Weltkrieg erwarb er ein Grundstück auf der Roßthaler Straße in Dresden und baute seinen Großhandel aus.
Lebensmittel, Senf und Kloßmehl gehörten zu seinem Sortiment. In den 50er Jahren übernahm er für Margon Brunnen die gesamte Auslieferung derer Produkte in der Stadt Dresden.
1982 verstarb Hermann Schwier und seine Tochter Bärbel Zach übernahm die Firma. Mit Hilfe Ihres Mannes Dr. Hans Joachim Zach meisterten auch Sie die DDR-Zeit.
Im Gegensatz zu Ernst Flack KG hatte es die Firma Schwier geschafft immer ein Privatbetrieb zu bleiben.
1991 übergab Bärbel Zach die Firma an ihre beiden Söhne Uwe und Olaf Zach und die Hermann Schwier GmbH wurde gegründet. Ernst Flack & Hermann Schwier GmbH seit 1997 in Radebeul Die Ernst Flack KG und die Hermann Schwier GmbH arbeiteten bereits seit einiger Zeit sehr eng durch eine gemeinsame Warenbeschaffung zusammen.
Aus persönlichen und wirtschaftlich sinnvollen Gründen schlossen sich die beiden Firmen am 1.Januar 1997 zusammen und gründeten die Ernst Flack und Hermann Schwier GmbH.
Damit konnte der Kundschaft ein noch besserer Service und ein noch größeres Sortiment angeboten werden. Derzeit beliefern wir circa 850 Kunden mit mehr als 2000 Artikeln von Bier und alkoholfreien Getränken bis zu Wein, Sekt und Spirituosen. Am 20. Juni 2003 konnten wir im Rahmen des Dorffestes des Dorf -und Schulvereines Naundorf unser 100-jähriges Firmenjubiläum feiern. Unter der Rubrik '100-Jahr-Feier' finden Sie einige Impressionen vom Festumzug, in dem wir mit historischen Kostümen die Firmengeschichte nachgestellt haben. Im Januar 2005 begannen die Arbeiten zu einem der größten Projekte der Firmengeschichte. Auf dem Betriebsgelände entstand eine neue Lagerhalle mit modernem Bürokomplex. Weitere Informationen finden Sie unter 'Hallenneubau'.
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